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Aug 24 2010

Judo

Published by Sport under Judo

Judo ist eine Kampfsportart, die ihren Ursprung in Japan hat. Am Ende des 19. Jahrhunderts wurde Judo vom japanischen Professor Jigoro Kano entwickelt. Übersetzt bedeutet Judo „sanfter Weg“. Dieser Name hat sich frühzeitig aus dem Hauptprinzip „Siegen oder Nachgeben“ abgeleitet. Dabei soll der Gegner im Zweikampf mit Hilfe von verschiedenen Techniken zwar besiegt, aber unter keinen Umständen verletzt werden. Dies geschieht vor allem durch das optimale Nutzen der vorhandenen Energie, die reine Kraft tritt dagegen bei dieser Sportart in den Hintergrund. Judo kann sowohl als Fitness-Training, als Selbstverteidigung im Alltag, zur Therapie in zahlreichen sozialen Bereichen oder seit Beginn des 20. Jahrhunderts auch vermehrt als reiner Wettkampfsport ausgeübt werden. Inzwischen wird Judo weltweit in mehr als 150 Ländern betrieben und ist damit die am weitesten verbreitete Kampfsportart der Welt. Seit den Olympischen Spielen 1972 in München gehört Judo zum festen Pr!
ogramm der Olympischen Sommerspiele.

Gegenseitiges Helfen und Respekt vor dem Gegner

Eine äußerst wichtige Säule beim Judo ist traditionell das Prinzip des gegenseitigen Helfens und Verstehens für das beiderseitige Wohlergehen. Respekt und Verantwortung stehen ebenso im Vordergrund wie das optimale Zusammenspiel von Körper und Geist. So ist Judo vor allem auch ein wichtiges Erziehungssystem für jeden Einzelnen. Judotechniken können in vier Gruppen unterteilt werden: Wurftechniken, Grifftechniken, Schlagtechniken und Falltechniken. Da Japan die Wiege des Judos ist, sind alle Techniken und Begriffe innerhalb der Sportart in japanischer Sprache. Neben den verschiedenen Kampftechniken stehen im Judo-Training auch die Vermittlung der japanischen Traditionen im Vordergrund.

Leistungsgrade beim Judo

Um die Judoka nach ihrem Grad des Leistungsstandes zu unterscheiden, gibt es verschiedenfarbige Gürtel. Dabei werden Schüler- und Meister-Grade (Dan) unterschieden. Anfänger tragen immer einen weißen Gürtel, den sogenannten 9. Kyu. Je mehr Fähigkeiten der Judoka hat, desto dunkler wird der Gürtel. Dabei muss für jeden neuen Gürtel eine Prüfung abgelegt werden. Die Schüler-Grade reichen bis zum braunen Gürtel, dem sogenannten 1. Kyu. Danach folgen die Meistergrade vom 1. bis 10. Dan. Um im Leistungssport Chancengleichheit zu gewährleisten, wird sowohl bei Frauen als auch bei Männern in verschiedenen Gewichtsklassen gekämpft. Traditionell tragen Judoka einen sogenannten Judo-Gi – eine weiße knöchellange Baumwollhose und eine dazugehörige strapazierfähige weiße Baumwolljacke mit weiten Armen. Diese wird mit dem Gürtel zugebunden.

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